Willkommen im Puppenkontor

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Freitag, 10. Juli 2015

Wie alles begann (1)

it´s me

Puppen aber auch Teddybären haben mich nie interessiert...

An zwei Puppen aus meiner Kindheit erinnere ich mich noch.
Eine dicke Babypuppe aus Vinyl mit Klappaugen und eine Sprechpuppe,
die ich aus dem "Westen" bekam.
Keine davon lag mir am Herzen.



Doch schon als Kind hatte ich grosses Interesse an uralten Dingen. 
Alte Fotos, Bücher, Zeitschriften, alte Häuser, Gemälde, Mode von damals.

Stunden verbrachte ich heimlich in der Altstoffhandlung unserer Nachbarn im Keller, um in uralten Modezeitschriften und Büchern zu stöbern. Immer auf der Suche nach etwas BESONDEREM.
Eine alte Puppe habe ich dabei nie gefunden.

Erst viel später kam ich mit einer Antikpuppe in Berührung, als ein mir damals nahestehender Mensch in einem Abrisshaus, bei der Arbeit, einen Karton mit einer antiken Porzellankopf-Puppe fand und sie mitbrachte.

Was für ein grauenhaftes Geschöpf lag da im Karton. 
Keine Haare, die Augen klapprig, lose Glieder, fehlende Finger, schmutzig, naja. 
Mir gefiel sie nicht.
Einzig das originale rosa Kleid und die braunen Lederstiefelchen waren toll.

Sie wurde behalten, weil sie wohl etwas wert war und zum DDR Puppendoktor geschleppt, um das Puppenkind reparieren zu lassen. 
Dieser konnte oder wollte uns nicht helfen! 
Gerne hätte er uns die Puppe abgekauft, das wollten wir aber nicht und so kam sie wieder mit nach Hause.

Das Kleid wurde vorsichtig gewaschen. 
Der Körper in einen Babystrampler gesteckt, so hielten die losen Glieder zusammen.
Ich schnitt ein paar Haare von mir ab und klebte sie rund um das Gesicht der Puppe!
Aus Spitzenband wurde eine Haube genäht.
Sie bekam einen "Klaps" auf den Hinterkopf, so rutschte das Augengestell wieder in die Augenöffnung.......ich kann gar nicht darüber nachdenken.....

Fortan saß die Puppe auf der Kommode im Schlafzimmer.
Sie war am Körper rot gestempelt: made in Germany.
Und am Hinterkopf hatte sie eine eingeprägte Nummer.
Mit allem konnte ich damals noch nichts anfangen...
                                                     
                                                     
Eine alte, schlechte Aufnahme zeigt sie hier auf der Kommode.

Und irgendwann ändert sich das Leben, vieles lässt man dann zurück, weil es nicht ins neue Leben passt.
Auch diese Puppe nahm ich nicht mit............

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